IFD: Finanzstandort Deutschland nach Krise stabilisiert
Berlin (ots) -
- Initiative Finanzstandort Deutschland (IFD): Leistungsfähige
Finanzbranche ist unverzichtbare Voraussetzung für Wachstum und
Beschäftigung
- IFD entwickelt seit sieben Jahren Maßnahmen zur Stärkung des
Finanzstandortes Deutschland Die deutsche Finanzindustrie hat die weltweite Krise des Sektors überstanden und geht aus den schwierigen Zeiten der letzen Jahre in weiten Teilen stabilisiert hervor. Mit dieser Analyse gab Wolfgang Kirsch, Vorstandschef der DZ BANK und Lead-Initiator der Initiative Finanzstandort Deutschland (IFD), vor Politikern und Branchenvertretern in Berlin einen positiven Ausblick. "Die Finanzbranche ist und bleibt eine unverzichtbare Voraussetzung für Wachstum und Beschäftigung in Deutschland", sagte Kirsch auf dem diesjährigen Parlamentarischen Abend in Berlin. "Wir alle sind Stakeholder des Finanzstandortes Deutschland. Aus diesem gemeinsamen Verständnis heraus muss es unser vorrangiges Ziel sein, seine Attraktivität in einem dynamischen Wettbewerbsumfeld weiter zu steigern", fügte Kirsch in Anwesenheit des Parlamentarischen Staatssekretärs beim Bundesminister der Finanzen, Hartmut Koschyk, hinzu.
Vor dem Hintergrund der derzeitigen gesetzgeberischen Überlegungen hat sich die IFD in den letzten Monaten besonders mit der Regulierung der Finanzmärkte sowie der Finanzierung des Mittelstands beschäftigt. Die IFD fordert dabei eine am Risiko orientierte Überwachung. Angesichts der großen Zahl von Regulierungsmaßnahmen sei es besonders wichtig, deren Zusammenwirken und die Gesamtbelastung der Finanzwirtschaft im Blick zu behalten. Entscheidend ist nach Ansicht der IFD auch eine enge internationale Koordination, um eine standortschädliche "Regulierungsarbitrage" zu vermeiden.
Angesichts der im Verhältnis zu den zu tragenden Risiken noch zu geringen Eigenkapitaldecke vieler Mittelständler sieht die IFD bei dem Thema Mittelstand auch in diesem Jahr Handlungsbedarf. So wird demnächst die IFD-Ratingbroschüre überarbeitet wieder aufgelegt. Sie unterstützt bei der Kommunikation des Ratings, erklärt seine Bedeutung und verdeutlicht die Anforderungen der Banken.
"Der seit der Gründung der IFD erprobte Austausch zwischen allen Beteiligten - der Finanzindustrie, der Politik und der Aufsicht - hat sich in der Praxis als besonders wertvoll erwiesen, weil er gemeinsame Mindeststandards und das gegenseitige Verständnis zu Gunsten des Finanzplatzes Deutschland fördert", sagte Heinrich Haasis, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV), Gastgeber des diesjährigen Parlamentarischen Abends und nächstjähriger Lead-Initiator der IFD.
Um das Vertrauen der Verbraucher in das Finanzsystem zu stärken, hat die IFD im April 2010 den Arbeitskreis Verbraucherschutz eingerichtet. Im Mittelpunkt der Arbeit steht hier eine bankenübergreifende Bestandsaufnahme. Auf dieser Basis sollen im engen Dialog mit der Politik und anderen Akteuren des Verbraucherschutzes Aktivitäten dokumentiert werden, die die Urteilsfähigkeit der Verbraucher stärken. Zugleich sollen damit die verbundenen Anforderungen der Kunden stärker in das Bewusstsein der deutschen Finanzindustrie insgesamt gerückt werden.
In dem ebenfalls im April 2010 gegründeten IFD-Arbeitskreis Vergütungssysteme beschäftigen sich die IFD-Mitglieder mit den aktuellen Vergütungsrichtlinien in der Bankbranche. Ziel dieses Arbeitskreises ist es, die neuen regulatorischen Anforderungen an Vergütungssysteme möglichst einheitlich und mit demselben Grundverständnis umzusetzen, um Vergütungsexzesse sowie fehlerhafte Anreizsetzungen im Kreditgewerbe in Deutschland zu vermeiden.
Über die IFD
Die IFD wurde 2003 ins Leben gerufen, um mit Innovationen und gemeinsamen Aktivitäten einen Beitrag zur Stärkung des deutschen Finanzstandorts zu leisten und damit Ideengeber und Katalysator für Fortschritt mit Ziel eines nachhaltigen Wachstums zu sein. IFD-Mitglieder sind Kreditinstitute und Unternehmen der Versicherungswirtschaft gemeinsam mit Verbänden der Finanzwirtschaft, der Deutschen Börse, der Deutschen Bundesbank und dem Bundesministerium der Finanzen. Mehr als 200 Experten aus den IFD-Mitgliedshäusern widmen sich Themen rund um die Schwerpunkte "Stärkung des Wachstums", "Förderung von Innovation" sowie "Mitgestaltung der Europäischen Finanzmarktintegration". Die Mitglieder der IFD Allianz, Bayerische Landesbank, Bundesministerium der Finanzen, Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, Bundesverband deutscher Banken, Commerzbank, DekaBank, Deutsche Bank, Deutsche Börse, Deutsche Bundesbank, Deutsche Postbank, Deutscher Sparkassen- und Giroverband, DZ BANK, Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft, HypoVereinsbank, KfW Bankengruppe, Morgan Stanley, Munich Re.
Assoziierte Mitglieder der IFD:
Citigroup, Goldman Sachs, J.P. Morgan
Kontakt für die IFD:
Die PR-Steuerungsgruppe: Christian Achilles, Deutscher Sparkassen- und Giroverband,(030) 20 22 55 100 Iris Bethge, Bundesverband deutscher Banken,(030) 16 63 12 00 Claudia Bresgen, HypoVereinsbank,(089) 37 82 55 54 Dr. Frank Herkenhoff, Deutsche Börse,(069) 21 11 34 80 Dr. Michael Helbig, KfW Bankengruppe,(069) 74 31 96 31 Dr. Rolf Kiefer, DekaBank,(069) 71 47 79 18 Roland Klein, CNC,(089) 59 94 58 122 Dr. Christian Lawrence, Munich Re,(089) 38 91 54 00 Annika Müller de Vries, Deutsche Bundesbank,(069) 95 66 40 65 Ulrike Pott, Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft,(030) 20 20 51 10 Matthias Priwitzer, Bayerische Landesbank,(089) 21 71 21 255 Reiner Roßmann, Commerzbank,(069) 13 64 66 46 Dr. Detlev Rahmsdorf, Deutsche Bank,(069) 91 03 64 24 Martin Roth, DZ BANK,(069) 74 47 42 750 Melanie Schmergal, Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken,(030) 20 21 13 20 Jeanette Schwamberger, Bundesministerium der Finanzen,(030) 18 68 22 543 Elke Strothmann, Morgan Stanley, (069) 21 66 15 53 Dr. Lorenz Weimann, Allianz, (089) 38 00 16 891

