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WAZ: Kein leeres Versprechen - Kommentar von Matthias Korfmann zu Bus und Bahn

Essen (ots) - Pünktlichkeitsversprechen ist ein großes Wort. Wer den Nahverkehr nutzt, hat seine Last mit der Unpünktlichkeit. Besonders arg ist es bei den Regionalzügen. Garantien haben daran nicht viel geändert. Es wäre aber auch nicht fair, nun auf die Verkehrsgesellschaften einzudreschen und ihnen vorzuhalten, sie hielten ihre Versprechen nicht. Sie sollten ihre Kunden aber viel häufiger per Aushang und Durchsage daran erinnern. Selbst wenn sich die Anträge auf Erstattung verdreifachten, würde das die Gesellschaften nicht beeindrucken.

Den Kunden ist zu raten: Nutzen Sie die Pünktlichkeitsversprechen aus. Die Garantien funktionieren, und fast immer erhalten verärgerte Nahverkehrskunden, die wegen einer Verspätung auf ein Taxi umsteigen mussten, ihr Geld zurück. Die Verkehrsunternehmen sind kulanter, als viele glauben.

Kritik muss sich die Deutsche Bahn gefallen lassen. Deren Versprechen, bei 20 Minuten Verspätung Fernverkehrszüge für Nahverkehrsnutzer freizugeben, wird so gut wie nie eingehalten. Wer darauf besteht, wird in der Regel höflich aber bestimmt von den Zugbegleitern im ICE abgewiesen. Kundenfreundlichkeit sieht garantiert anders aus.

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