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WAZ: Der Zauber der Industriekultur - Kommentar von Thomas Mader zur Extraschicht

Essen (ots) - Wer auf den Hochofen 5 im Duisburger Landschaftspark steigt, der betastet unwillkürlich die monströsen Träger, Ventile und Räder. Welch fremde vergangene Welt! Es wird zwar noch immer Stahl geschmolzen in Duisburg - aber die Menschen leben heute anders. Ein Science-Fiction-Leben, wenn man es aus der Zeit dieser rostenden Kathedralen betrachtet: mit sauberer Luft, allem Wissen der Welt in der Tasche und Freizeit im Hüttenwerk.

Veränderung passiert so schnell, da glaubt man fast, das Ruhrgebiet hinke hinterher. Aber an seinen alten Kraftzentren - dem Gasometer, den Hütten, all den Zechen, die nun Kulturorte sind - zeigt die Region, dass sie nicht einfach im Wandel ist. Es ist eine Struktur-Verwandlung, in etwas Neues.

Die Poesie darin kann man schon an normalen Tagen spüren, aber die Extraschicht mit ihrem Licht und Feuer, ihrer Musik und Überraschung - sie lässt diese Kraftpunkte der Erinnerung leuchten. Die Extraschicht macht uns staunen über den Weg, den wir zurückgelegt haben. Und manchem Besucher mag dieser Funke in den Alltag überspringen.

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