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WAZ: Gebühr durch die Hintertür - Kommentar von Matthias Korfmann zu Semesterbeiträgen

Essen (ots)

Jedes Jahr stieg der Semesterbeitrag zuletzt um rund zehn Euro. Auf den ersten Blick nicht viel, aber auf die Dauer ganz schön teuer für die Studenten und ihre Familien. Sie werden ja gleich zweimal im Jahr zur Kasse gebeten.

Die Klage über die Semesterbeiträge ist alt, aber sie wird immer verständlicher. Denn der Semesterbeitrag fühlt sich mittlerweile so an wie eine durch die Hintertür eingeführte Studiengebühr. Natürlich bekommen die Studenten auch was für ihr Geld. Günstiges Essen und ein Ticket für ganz NRW, zum Beispiel. Aber eine so "dynamische" Preissteigerung ist fast schon unverschämt.

Die Landesregierung darf stolz darauf sein, dass sie die Studiengebühren wieder abgeschafft hat. Die SPD macht sich im Wahlkampf für ein Azubi-Ticket stark und für eine gebührenfreie Meisterausbildung. Wer mit solchen Wohltaten wirbt, der sollte es nicht zulassen, dass das Studium heimlich still und leise teurer wird.

600 Euro Semesterbeitrag im Jahr tun vielen weh. Denn gleichzeitig steigen die Mieten in Uni-Städten wie Münster, Düsseldorf, Köln, zum Teil auch im Ruhrgebiet, deutlich. Seit Jahren flehen die Studierendenwerke geradezu um mehr Unterstützung durch die Landesregierung. Bisher leider vergebens.

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