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WAZ: Hilfe für die, die sie benötigen - Kommentar von Stephanie Weltmann zu Frauenhäusern

Essen (ots) - Menschen in sozialen Berufen zeichnet oft ein bemerkenswertes Naturell aus. Sie sind nicht über die Maßen optimistisch, strahlen aber eine unumstößliche Energie und diese kämpferische Gewissheit aus: Irgendwie kriegen wir das hin. Mit dieser Einstellung bestreiten Dutzende Akteurinnen seit 40 Jahren Frauenhäuser in NRW. Sie öffnen ihre Türen, wenn sich von Gewalt betroffene Ehefrauen, Mütter oder Töchter an keinen anderen Ort wenden können. Dabei führen sie diese Wohnheime mit beachtlicher Haushaltsstrenge: Obwohl sie seit Jahrzehnten mit unsteten Zuschüssen zu kalkulieren haben, halten sie sich über Wasser - durch Spenden, Kollekten in Gemeinden, den unermüdlichen Einsatz von Ehrenamtlichen.

Die Wichtigkeit der Häuser stellt wohl keiner in Frage. Auch klamme Städte leisten Zuschüsse, Jobcenter und Polizei bieten oft einen kurzen Draht an. Doch tatsächlich raubt das ewige Zusammenkratzen von Geldern, das Bangen um die Landesförderung unter wechselnden Regierungen viele Nerven. Die Forderung der Verbände nach einer gesetzlich zugesicherte Finanzierung ist daher berechtigt. Dies würde von Geldsorgen befreien - so dass Hilfe bekommen kann, wer sie benötigt.

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