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WAZ: Propaganda im Netz - Kommentar von Christopher Onkelbach zu "Social Bots"

Essen (ots) - Massenhaft waren die Meinungsroboter vor der Brexit-Abstimmung in Großbritannien unterwegs. Auch im US-Wahlkampf kommen "Social Bots" zum Einsatz, beurteilen etwa im Netz die Kandidaten nach den TV-Duellen. Sie erzeugen bei bestimmten Themen in den sozialen Medien wie Facebook oder Twitter durch millionenfache Kommentare und Meldungen Stimmung, schaffen Trends und beeinflussen so die Meinung von Politikern und Wählern. Dahinter aber stecken oft Einzelpersonen oder Interessengruppen, die nicht selten Tausende falsche Profile steuern. Ihnen geht es nicht um Wahrheit, sondern um politische Propaganda.

Diese Technik wird irgendwann auch nach Deutschland herüberschwappen. Noch verfügen die Parteien nicht über genügend große Finanzmittel, um große Bot-Kampagnen zu starten. Doch die Technik wird immer billiger. So ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch bei hiesigen Wahlkämpfen im Internet Stimmung gemacht wird. Technisch ist gegen Bots wenig auszurichten. Daher wird es hohe Zeit, dass sich die Politiker dieser Gefahr bewusst werden. Sie müssen Maßnahmen entwickeln, um zumindest die Folgen besser zu kontrollieren.

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