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WAZ: Kunden haben es selbst in der Hand - Kommentar von Frank Meßing zu Dispozinsen

Essen (ots) - Kontoführungsgebühren, Abhebeentgelte und Dispozinsen sind ein Dauerärgernis, an dem sich Verbraucherschützer und Politiker seit Jahren die Zähne ausbeißen. Ein bundesweiter Vergleich zeigt nun, dass es allein bei den Sparkassen eine absurd hohe Spanne gibt.

Unstrittig ist, dass Geldhäuser Kontoüberziehungen, die im Gegensatz zu Krediten nicht vertraglich abgesichert sind, unterfüttern müssen. Die Frage ist nur, wie hoch sich die Banken die Leihgabe versilbern lassen. Es mag ja sein, dass das Ausfallrisiko in Marxloh höher ist als am Tegernsee. Das zum Teil drastische Gefälle lässt aber aufhorchen.

Bundesweit lag der Dispozins-Durchschnitt zuletzt knapp unter zehn Prozent. Ob eine gesetzliche Obergrenze die Verbraucher spürbar entlasten würde, sei einmal dahin gestellt. Es ist müßig, auf die Politik zu warten. Denn die Bankkunden haben es selbst in der Hand: Sie sollten sich über die Höhe ihres Dispozinses informieren und günstigere Alternativen prüfen, um finanzielle Engpässe zu überbrücken.

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