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WAZ: Ein Sterben in Würde. Kommentar von Christopher Onkelbach zu Sterbehilfe

Essen (ots) - Nun also wird die Sterbehilfe zum Fall für Juristen, womöglich auch für das Verfassungsgericht. Herrscht schon jetzt genügend Unsicherheit, Unwissen und Unbehagen bei dem Thema - es dürfte in Zukunft noch wachsen. Gerichtsfest ist nach Ansicht der Experten nur das Totalverbot der Sterbehilfe. Das aber will im Bundestag fast niemand. Was nun? Die Abgeordneten sind aufgerufen, ein Gesetz vorzulegen, das nicht nur vor den Augen der Richter besteht, sondern zugleich den Menschen die nötige Sicherheit gibt. Das ist keine leichte Aufgabe, und die Parlamentarier sind sich dieser Verantwortung bewusst. Denn es geht um mehr als nur die Strafbarkeit der Sterbehilfe. Die Menschen wünschen sich ein Sterben in Würde, ohne Leid und Schmerz. Und Gewissheit darüber, dass ihr Wille respektiert wird. Niemand könnte den Betroffenen erklären, dass man dafür kein Gesetz schaffen kann.

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