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WAZ: Mehr Geld für die Bildungsrepublik. Kommentar von Alexander Marinos zum Kita-Streik

Essen (ots) - Da hat sich der eine oder andere Kämmerer wohl zu früh gefreut: Während das streikende Kita-Personal aus der Streikkasse finanziert wird, sollten die Eltern hübsch weiter Gebühren bezahlen. Doch zum Glück wird immer mehr Verantwortlichen in immer mehr Rathäusern klar: So kann man mit seinen Bürgern nicht umgehen - und mit Familien, die in den Sonntagsreden gerne als Keimzellen der Gesellschaft bezeichnet werden, schon gar nicht. Der Schlüssel für eine dauerhafte Beilegung des Konflikts liegt allerdings woanders. Von den Erzieherinnen wird immer mehr verlangt. Kitas sind keine Verwahranstalten. Es sind Bildungseinrichtungen, in denen wichtige Weichen für die Entwicklung der Kinder gestellt werden. Der Bedarf an entsprechend qualifiziertem Personal wächst schneller als das Angebot. In einer Marktwirtschaft bedeutet das: steigende Preise. Es sollten aber weder die klammen Kommunen sein, die das zu bezahlen haben, noch die Eltern, die schon genug belastet sind. Hier ist der Bund gefragt. Vizekanzler Gabriel hält es ja nach eigener Aussage für eine Schande, wie schlecht Erzieherinnen bezahlt werden. Na denn, lieber Herr Gabriel: Der Worte sind genug gewechselt . . .

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