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WAZ: Ein wichtiger Tag für Peter Terium. Kommentar von Stefan Schulte zum Dea-Verkauf

Essen (ots) - Es gibt einfachere Managerposten als den des Vorstandschefs eines Energieriesen in Zeiten der Energiewende. Für RWE-Chef Peter Terium kommt hinzu, dass er ein Unternehmen führt, dessen Eigentümerstruktur an Vielstimmigkeit ihresgleichen sucht. Dass er wie Eon-Chef Teyssen im Stillen einen radikalen Kursschwenk vorbereiten kann, ohne dass die Pläne im Vorfeld zerpflückt werden: undenkbar. Gleichzeitig erwartet man von ihm aber eine Antwort auf den Eon-Coup, von dem freilich niemand weiß, ob er denn auch gelingt. Dass Terium nicht den einfachsten Weg wählt, hat er mit seinem Konfrontationskurs in Sachen Dividende bewiesen. Die klammen Kommunen verlangen - aus ihrer Sicht sehr nachvollziehbar - als RWE-Aktionäre verlässliche Einnahmen. Terium erklärte dagegen im Dezember, sich bei der Ausschüttung künftig nicht mehr allein am Gewinn, sondern auch am Schuldenstand orientieren zu wollen. Was für den Konzern vernünftig ist, galt in den Rathäusern als Affront. Der Dea-Verkauf kommt deshalb zur rechten Zeit, er verschafft Terium Spielraum, den er dringend braucht. Im Sommer steht die Vertragsverlängerung an. Seine Chancen haben sich gestern nicht verschlechtert.

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