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WAZ: Sollen Asylbewerber im ehemaligen KZ-Außenlager untergebracht werden? Contra-Kommentar von Gerd Heidecke

Essen (ots) - Die großen Vernichtungslager sind nur geografisch weit vom Ruhrgebiet entfernt. Tatsächlich wurden auch hier Menschen jahrelang in Lagerhaft bestialisch gequält und ermordet, in erster Linie aus rassistischen Gründen. Egal, welche Nutzung von KZ-Außenstellen in den Jahrzehnten nach der Befreiung möglich gewesen ist: So lange Flüchtlinge und Ausländer im Allgemeinen von rassistisch motivierter Verfolgung und Gewalt in Deutschland nicht sicher sein können, so lange darf auf den Fundamenten von Mordbaracken der Nazis niemals ein "Heim" für sie betrieben werden. Es wäre unmenschlich, geschmacklos. Und dumm. "Besser" kann man dem Bild unseres Landes nicht schaden. "Deutschland bringt Flüchtlinge in ehemaligen KZ unter" - mit welcher Erklärung will man das rechtfertigen? Für etwas anderes war kein Geld da, und den zuvor dort untergebrachten deutschen Kindern hat es auch nicht geschadet? Dass man dafür in Schwerte kein Gespür hat, ist provinziell.

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