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WAZ: Studieren für die Karriere. Kommentar von Christopher Onkelbach zur Studentenumfrage

Essen (ots) - Trotz steigender Studentenzahlen, drangvoller Enge in den Seminaren und dicht-getakteter Stundenpläne - die Studierenden sind offenbar mehrheitlich zufrieden mit ihrem Studium. Das mag Ausdruck eines wachsenden Pragmatismus unter den jungen Leuten sein. Vor dem Hintergrund der Berichte über unterfinanzierte Hochschulen und katastrophale Studienbedingungen schraubt man die eigenen Ansprüche womöglich eher herunter. Das Umfrageergebnis lässt sich auch als Zeichen lesen, dass viele Studierende wohl weniger Wert auf fachliche Tiefe, Erkenntnisgewinn und Erweiterung ihres Horizonts legen als auf eine fundierte Vorbereitung auf ihrer Karriere. Es ist diesem wachsenden Realitätssinn geschuldet, dass sich die große Mehrheit mehr Praxisbezug in der Lehre wünscht. Forschung und Elite scheinen da eher zweitrangig. Die Universitäten selbst aber haben meist immer noch einen anderen Anspruch.

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