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WAZ: Schlecker: Kein Grund zum Lachen - Kommentar von Frank Meßing

Essen (ots)

Eine Komödie ausgerechnet über die Schlecker-Pleite zu drehen, klingt abwegig. Doch unter Betroffenen und Gewerkschaftern kommt die Idee gar nicht so schlecht an. Ihnen gefällt, dass nun einmal die Schlecker-Frauen die Hauptrolle spielen und nicht der abgestürzte Drogeriekönig Anton Schlecker, der den einstigen Marktführer vor die Wand fuhr.

Zum Lachen zu Mute ist den meisten der zuletzt 27.000 Beschäftigten aber dennoch nicht. Ihr Leben nach der Schlecker-Ära ist gekennzeichnet durch Arbeitslosigkeit, befristete Verträge, geringe Löhne und das Wagnis der Selbstständigkeit, das sie gerade über Wasser hält.

Verpufft ist die so vollmundige Ankündigung der damaligen Arbeitsministerin Ursula von der Leyen, Schlecker-Frauen zu Altenpflegerinnen oder Erzieherinnen umzuschulen. Überschaubare 50 machten davon Gebrauch.

Die Mitarbeiter sind einmal mehr die Verlierer einer Mega-Pleite. Die Gewinner sind ganz klar die Handelsunternehmen. Sie freuen sich über die Umsätze, die einstmals Schlecker eingefahren hat.

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