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WAZ: Friedensdividende war nur ein Traum. Kommentar von Dietmar Seher

Essen (ots) - Das Jahr 1990: Die Mauer war gefallen. Das Land wurde wiedervereinigt. Der Ostblock war bald Vergangenheit. Deutschland träumte von der "Friedensdividende". Hatte der Kalte Krieg uns nicht genug geschröpft?

Der Traum war kurz. Die militärischen Herausforderungen sind mit Anti-Terror-Einsätzen und humanitären Hilfsaktionen andere geworden, aber nicht preiswerter. Dennoch gibt der deutsche Staat heute keinen Cent mehr für Verteidigung aus als im Einheitsjahr: Rund 30 Milliarden Euro. Fehlende Investitionen und der Verzicht auf Ersatzteil-Beschaffung rächen sich schnell. Jets und Hubschrauber bleiben am Boden. Die Bundeswehr ist nicht mehr fähig, ihren Job hinreichend zu tun. Das frustriert die Soldaten, die ihrerseits alles geben. Oft auch das Leben. Und es ist peinlich in einer Zeit, in der die Welt Einsatz von uns erwartet. Gleich, ob gegen IS-Mörder oder Ebola-Plage.

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