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WAZ: Putzhilfen in der Grauzone. Kommentar von Frank Meßing

Essen (ots) - Putzen ist Vertrauenssache. Haushaltshilfen wurden deshalb über Mund-zu-Mund-Propaganda weitervermittelt. Das hat sich offenbar geändert. Anonyme Online-Anbieter rollen den Markt auf. Dass ihre Mitarbeiter in unsere Privatssphäre vordringen dürfen, hat einen einfachen Grund: Eltern, Arbeitnehmer und Pflegebedürftige sind auf fremde Hilfe angewiesen, wenn sie Familie und Beruf miteinander vereinbaren wollen oder gesundheitlich nicht mehr in der Lage sind, die Wohnung in Schuss zu halten. Jeder achte Haushalt hat eine Putzhilfe. Es ist absehbar, dass diese Zahl weiter wachsen wird. Es wird also höchste Zeit, dass es eine seriöse Plattform gibt, die Haushaltshilfen vermittelt. Das muss nicht der Bund selbst sein, der in Wettbewerb zu privaten Anbietern tritt. Er sollte allerdings die Mindeststandards wie Verdienst, Unfallversicherung und Ähnliches vorgeben, die eine Zertifizierung rechtfertigen. So kommt die Branche der Haushaltsdienstleistungen aus der Grauzone der Schwarzarbeit heraus und kann sich als Jobmotor erweisen. Und die Auftraggeber erhalten eine Hilfe, wie sie sich unter der wachsenden Zahl von Anbietern orientieren können.

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