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WAZ: Putin kann das Töten stoppen. Kommentar von Andreas Tyrock

Essen (ots) - Es gibt noch keine Gewissheit, doch es gibt eine erdrückende Zahl von Indizien: 298 Menschen, viele von ihnen auf dem Weg in den Urlaub, wurden in zehn Kilometern Höhe von einer Rakete getötet. Der Tod kam im Schlaf, beim Lesen, beim Spielen. Dieses abscheuliche Verbrechen lässt niemanden unberührt. Trauer und Wut, Entsetzen und Verunsicherung, möglicherweise auch Angst vor dem eigenen Urlaubsflug - von einer Sekunde auf die andere ist ein Krieg ganz nahe. Kriege waren immer unmenschlich, immer brutal, immer abscheulich. Doch in der Regel waren sie - mit Ausnahme der beiden Weltkriege - regional begrenzt. Das ist längst vorbei. Der bewaffnete Wahnsinn ist global und unberechenbar. Die Konsequenzen aus dem Drama: War es tatsächlich ein Abschuss durch Separatisten in der Ukraine, so liegt der Schlüssel bei Wladimir Putin. Russland unterstützt die Aufständischen militärisch, finanziell und propagandistisch. Russland muss das Töten stoppen. Auch mit Blick auf mögliche massive internationale Konfrontationen, die in Europa und weltweit großen Schaden anrichten würden. Der Druck auf Moskau steigt. Wenn Putin nicht einlenkt, wird es nur Verlierer geben.

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