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WAZ: Hilfsfonds weckt Erwartungen - Kommentar von Tobias Blasius

Essen (ots) - Spät, aber nicht zu spät findet die Landesregierung im Umgang mit dem Unwetter "Ela" den richtigen Ton. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft zeigte mit ihrem Innen- und Umweltminister am Dienstag Betroffenheit angesichts der sechs Toten und 108 Verletzten, finanzielle Entschlossenheit angesichts der schlimmen lokalen Verwüstungen und Dankbarkeit angesichts der landesweiten Hilfsbereitschaft von Einsatzkräften und Ehrenamtlichen. Warum solch wichtige regierungsamtliche Symbolik tagelang auf sich warten ließ, obwohl die Mülheimerin Kraft selbst gewissermaßen im Auge des Orkans lebt, bleibt ein Rätsel.

Die grundsätzliche Zusage eines "Hilfsfonds" für die sturmgeplagten Kommunen ist richtig, aber mit erheblichen Haushaltsrisiken verbunden. 17 Städte und 25 Kreise rechnen sich zu den Betroffenen, das summiert sich leicht zu einem höheren dreistelligen Millionenbetrag. Woher das Geld kommen soll, bleibt zunächst unklar. An der beruhigenden Botschaft, dass die Bürgermeister bei der Bewältigung der Unwetterfolgen nicht allein gelassen werden, wird man die Landesregierung in einigen Monaten messen.

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