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WAZ: Den Kalten Krieg vermeiden. Kommentar von Christian Kerl

Essen (ots) - Erschreckend schnell wird Deutschland tief in den Ukraine-Konflikt hineingezogen. Was immer hinter der Militärbeobachter-Mission steckte, die Verschleppung der Inspektoren ist für die Bundesregierung ein neuer, bitterer Rückschlag ihres Kurses. Kaum ein westliches Land hat sich so für eine Deeskalation eingesetzt wie Deutschland, für eine Fortsetzung des Dialogs mit Russland und nur behutsame Sanktionen - das Ergebnis ist ernüchternd, Putin schlägt alle Angebote in den Wind und setzt auf die Zerrüttung der Ukraine. Die USA und andere Partner, die Berlin längst als Bremser kritisieren, werden jetzt noch mehr Druck machen, härter gegen Putin vorzugehen. Aber Kanzlerin und Außenminister müssen die Nerven behalten. Eine Ausweitung zum neuen Kalten Krieg zwischen USA und Russland kann nicht im deutschen Interesse sein. Scharfmacher gibt es schon genug in dieser Krise.

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