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WAZ: Bundeswehr rückt in den Fokus - Kommentar von Miguel Sanches

Essen (ots) - Drängender als er Anfang des Jahres ahnen konnte, bekommt Bundespräsident Gauck die Debatte, die er angemahnt hat: über Sicherheitspolitik. Natürlich vor dem Hintergrund der Krim-Krise. Wenn man sich der Partnerschaft mit Russland nicht mehr sicher ist, hat es Folgen. Und wenn es eine neue Bedrohungsanalyse gibt, dann wird die Nato früher oder später auch ihr Abschreckungspotenzial verstärken.

Den politischen Rückstoß spürt die Bundeswehr. Mitte März kam eine Debatte über die Wiedereinführung der Wehrpflicht hoch. Gestern warfen SPD-Verteidigungspolitiker die Frage auf, ob die Nato-Staaten weiter unkoordiniert sparen können. Innenpolitisch fragt man sich, ob es nur um die Feinjustierung der Bundeswehr oder nicht um ein Nachtreten gegen den früheren Minister de Maizière geht, denn es ist seine Reform. Diese Frage ist nicht banal. Sie berührt den Kern einer Koalition: Vertrauen und Zusammenhalt.

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