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WAZ: Preise sind eine Frage des Klimas. Kommentar von Frank Meßing

Essen (ots) - Die Zahlen, die Statistiker in diesen Wochen vorlegen, sind verwirrend. Da ist von dramatisch gestiegenen Preisen für Lebensmittel die Rede, während die Discounter eine Rotstift-Runde nach der anderen verkünden. Gleichzeitig sinkt die Teuerungsrate auf ein Rekordtief. Manche Experten warnen bereits vor einer Deflation, also dem dauerhaften Verfall der Preise. Fakt ist: Das vergangene Jahr war gekennzeichnet durch den nicht enden wollenden Winter und das Hochwasser im Juni. Die Wetterkapriolen verhagelten den Landwirten vielerorts die Ernte. Die Preise stiegen aber auch, weil die Rohstoffe an den Terminbörsen deutlich teurer wurden. Die Lage hat sich inzwischen beruhigt und auch der frühe Frühling lässt in diesem Jahr auf bessere Ernten hoffen. Allmählich fallen die Preise im Einzelhandel wieder. Die Inflation ist aber auch so gering, weil Sprit spürbar billiger geworden ist und der milde Winter die Kosten für Heizöl und Gas minimiert. Das kann sich schnell ändern - nicht nur wegen der politischen Spannungen mit Russland. Preise stehen also in doppelter Hinsicht in Abhängigkeit von klimatischen Verhältnissen.

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