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WAZ: Säbelrasseln auf der Krim. Kommentar von Gudrun Büscher

Essen (ots) - Die Ängste der ukrainischen Übergangsregierung sind mit den Worten des frisch gekürten Regierungschefs Jazenjuk auf den Punkt gebracht: "Fangt keinen Krieg mit uns an, Russen!", warnte er. Doch will der russische Präsident Putin das? Fakt ist: Der Machtverlust Janukowitschs, dem Putin gestern demonstrativ Schutz gewährte, ist eine schwere und bittere Niederlage der russischen Politik. Sie schmerzt schlimmer als die Unabhängigkeit des Baltikums, auf die Russland übrigens ähnlich heftig reagierte. Doch es bleibt ein Spiel mit dem Feuer. Russland wird nicht tatenlos zusehen, sollten nationalistische Ukrainer und Russen auf der Krim aufeinander losgehen. Noch ist es nicht zu spät, die Wogen zu glätten. Einen neuen Krim-Krieg kann niemand ernsthaft wollen. Auch Russland hat mehr zu verlieren als Einfluss in der Ukraine.

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