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WAZ: Die Wirtschaft und das Wetter. Kommentar von Frank Meßing

Essen (ots) - Die Deutschen verbringen ihre Freizeit gern im Garten. Das sagten 41 Prozent bei einer Umfrage. 2013 war dafür kein gutes Jahr, vor allem nicht für die Unternehmen. Erst wollte der Winter nicht enden, dann kam die Flut. Die Folge: In Deutschland brach der Umsatz mit Pflanzen um 1,1 Milliarden Euro ein. Die Wetterkapriolen machen immer mehr Wirtschaftszweigen zu schaffen. Die Textilhändler bleiben in dieser Saison auf ihrer Winterware sitzen. Die Warenhauskette Strauss Innovation, die sich auf Saisonartikel spezialisiert hat, ist in Schieflage geraten. Auch die Biergartenzeit fiel im vergangenen Jahr recht kurz aus. Die grüne Branche hat aber auch mit strukturellen Problemen zu kämpfen, die andere Branchen schon hinter sich haben. Der Blumenladen um die Ecke, der Stand auf dem Markt und am Straßenrand können sich immer schlechter behaupten gegen Gartencenter, Baumärkte und Discounter. Wenn Aldi demnächst wieder Primeln oder Geranien im Angebot hat, stehen die Gartenfreunde Schlange vor den Filialen. Fachhändler bleiben auf ihrer Ware sitzen.

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