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WAZ: Was Krebs mit uns zu tun hat. Kommentar von Petra Koruhn

Essen (ots) - Die Hautkrebs-Zahlen steigen drastisch. Angstvoll schaut man nach draußen und fragt sich, ob einen die Sonne umbringen wird. Die Angst ist normal, aber lebensfeindlich. Und gemach: Die vermehrten Diagnosen hängen ja auch mit den vermehrten Untersuchungen zusammen. Die Zunahme bei den meisten Krebserkrankungen ist zudem damit zu erklären, dass wir immer älter werden, was ja die beste Nachricht überhaupt ist. Das Alter aber ist der größte Risikofaktor für die Entstehung von Krebs. Bei den furchterregenden Zahlen geht übrigens ein wichtiger Aspekt unter: Hautkrebs ist durch intelligenten Umgang mit der Sonne nicht nur so gut wie vermeidbar, er ist früh erkannt sogar heilbar! Krebs ist eine Diagnose, die einen schockiert, ja. Doch manchmal können vielleicht Fakten trösten: Dank der Möglichkeiten unserer heutigen Medizin bedeutet Krebs vielfach nicht mehr das Todesurteil, sondern darf oft als chronische Krankheit angesehen werden, gegen die es Therapien gibt. Es hat sich viel getan. Die Lebenserwartung von Krebspatienten ist in den letzten Jahrzehnten deutlich gestiegen. Aus Angst vergessen wir oft die andere Seite zu sehen: Krebspatienten in Deutschland haben überdurchschnittlich gute Überlebenschancen: Fünf Jahre nach der Diagnose von Darmkrebs leben beispielsweise noch 62 Prozent der Erkrankten. Das ist besser als in jedem anderen europäischen Land. Natürlich wünscht man sich, dass es 100 Prozent sein mögen. Aber so weit ist man noch nicht. Auch fehlen bei vielen Krebsarten - wie Bauchspeicheldrüsenkrebs - immer noch die Ideen für hilfreiche Therapien. Das ist bedauerlich. Aber es gibt Erfolge, wie man an der Therapie von Brustkrebs sieht: Durch die Pflicht zur Qualitätssicherung sind Diagnose wie Therapie - und die Lebensqualität - viel besser geworden. Lange haben wir beim Thema Krebs allein Richtung Medizin geschaut. Was haben die Ärzte für uns im Angebot? Jetzt legen die Fakten nahe, dass es zwar um Früherkennung, aber auch darum geht, ob wir bewusst mit unserem Leben umgehen. Rauchen gilt als Hauptfaktor für Lungenkrebs. Wir haben nicht alles in der Hand, aber viel.

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