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WAZ: Feine Nadelstiche gegen die Banken. Kommentar von Frank Meßing

Essen (ots) - Bankkunden haben ein feines Gespür für das Geschäft mit ihrem Geld. Sie machen sich nicht gemein mit den verbreiteten Vorurteilen gegen die Branche, die sich mit windigen Geschäften und schlechter Beratung wahrlich nicht mit Ruhm überschüttet hat. Glaubt man der Umfrage der DSW, setzen die Verbraucher mit ihrer Kritik gezielte Nadelstiche, die die Banken durchaus ernst nehmen sollten. Die tiefe Kluft zwischen Guthaben- und Überziehungszinsen ist nicht mehr vermittelbar: 0,25 Prozent für das Sparguthaben und 15 Prozent oder mehr für den Dispo - das ärgert die Verbraucher. Die Anleger haben aber auch ein Gespür dafür, dass Banken neue Kunden mit attraktiven Angeboten locken, diese aber langjährigen Kunden nicht gewähren. Experte Stefan Heinisch rät den Instituten zu Recht, nicht nur auf zufriedene Kunden zu schielen, sondern auch Unzufriedenheit zu vermeiden. Bei der Kundenbindung rangieren die Molochs Deutsche Bank und Commerzbank auch deshalb auf den hinteren Plätzen, während Sparkassen und Genossenschaftsbanken punkten. Davon profitiert offenbar auch die Targobank, die eine Genossin als Mutter hat.

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