WAZ: Die Lehrer und der kleine Unterschied - Kommentar von Birgitta Stauber-Klein

Essen (ots) - Keine Frage: Lehrer leisten der Gesellschaft einen großen Dienst. Es gibt gute Gründe, deren Tätigkeit als hoheitliche Aufgabe zu betrachten und sie dementsprechend mit einer Verbeamtung zu belohnen. Doch jedem dritten Lehrer bleibt dieser Lohn verwehrt. Quereinsteigern etwa, mögen sie auch eine lange Berufserfahrung haben. Oder Übergewichtigen, die an der Gesundheitsprüfung scheiterten. So kommt es, dass trotz identischer Arbeitsbedingungen ein großer Teil der Lehrerinnen und Lehrer nicht als Beamte "zum Dienst" gehen und im Alter Pension genießen, sondern als Angestellte "zur Arbeit" mit späterer normaler Rente. Dieser kleine Unterschied macht sich mit bis zu 600 Euro monatlich im Portemonnaie bemerkbar. Die Folge: Durch die Kollegien geht ein gewaltiger Riss. Ein einheitlicher Tarifvertrag für Angestellte ist gut, angesichts dieser Ungerechtigkeit aber ein Tropfen auf den heißen Stein.

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