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WAZ: Züge im Kampf mit  Raum  und  Zeit - Kommentar von Achim Beer

Essen (ots) - In unserem Lieblingszug RE 1 hört man diesen Kommentar jeden Tag: Warum hängen die nicht einfach 'nen Wagen dran! Aber die Doppelstöcker mit 140 oder mehr Menschen an Bord sind schwer, und die Lokomotiven können auch nicht alles. Bei Aachen gibt es eine Steigung, so heißt es, die schaffen die herkömmlichen Loks schon jetzt kaum. Man sieht daran: Die Missstände im Regionalverkehr beruhen nicht nur auf Gedankenlosigkeit, manchmal gibt es physikalische und finanzielle Grenzen. Und es dauert, wenn man hier was verbessern will. Dass die Bahn nun offenbar in mehr Waggons und stärkere Lokomotiven investiert, ist eine gute Nachricht. So werden die Grenzen langsam verschoben. Die Überfüllung der Züge ist das eine Problem, die vielen Verspätungen sind das andere. Grund hierfür sind die langen Ein- und Ausstiegszeiten bei den hohen RE-Waggons und die Überlastung der Strecken. Da würde wohl nur der Wechsel auf ganz andere Züge helfen und der Bau zusätzlicher Gleise. Wer regelmäßig diese Zeitung liest, der weiß: Die Pläne dafür heißen RRX und ihre Umsetzung ist auf den Sankt-Nimmerleinstag verschoben. Keiner kann daher so recht glauben, wenn die Bahn nun auch noch mehr Pünktlichkeit verspricht. Wir warten es ab. Und wenn wir eins richtig gut können - dann ist das ja schließlich warten.

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