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WAZ: Fairness geht vor. Kommentar von Thomas Wels

Essen (ots) - Vorhang auf: Es präsentiert sich die tolle und potente Mega-Stadt namens Ruhrgebiet den internationalen Mega-Stadt-Experten, derzeit tagend auf Zeche Zollverein, als das, was das Revier nun mal ist: Eine Region aus 53 Städten, in denen 5,3 Millionen Menschen leben, die sich zuallererst als Wattenscheider, Bochumer oder Essener verstehen. Daher ist es kein Wunder, dass für die Oberbürgermeister der Revierstädte der eigene Kirchturm näher liegt als ein anderer. Das gilt erst recht bei der Bewerbung um den Zuschlag für das finanziell höchst attraktive Projekt für den Wandel in eine Öko-Stadt.

Wettbewerb verlangt faire und gleiche Bedingungen für alle. Gelsenkirchen/Herten hat sich daran nicht gehalten, was ein grober Fehler war. Der gemeinsame Protestbrief aus SPD-Rathäusern zielt allerdings nicht auf irgendwen, sondern auf Frank Baranowski, Oberbürgermeister von Gelsenkirchen - und Chef der Ruhr-SPD. Damit ist der Vorgang politisch und legt die Vermutung nahe, dass einem stark gewordenen und sich so gerierenden OB die Instrumente gezeigt werden sollen. Nun obliegt es der Fachjury, den Schlamassel fachlich objektiv zu bereinigen. Es wäre zu ärgerlich, wenn dieses Mega-Projekt, eine Privat-Initiative der Ruhrgebietsunternehmen, Schaden nehmen würde.

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