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WAZ: CDU-Vizechefin Annette Schavan sieht Partei nach Rücktritten nicht geschwächt

Essen (ots) - CDU-Vizechefin und Bildungsministerin Annette Schavan sieht ihre Partei nicht geschwächt, nachdem sich mit Ole von Beust eine weitere Führungsfigur aus der Politik zurückzieht. "Es sind starke Männer gegangen und starke Männer gekommen", sagte sie den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe (Dienstagausgabe). Um Parteichefin Angela Merkel werde es nicht einsam. Nachrücker wie David McAllister in Niedersachsen und Stefan Mappus in Baden-Württemberg seien jung, aber "keine unbeschriebenen Blätter". Im Übrigen könne man nicht alle Rücktritte der letzten Monate über einen Kamm scheren. Günther Oettinger und Christian Wulff etwa seien nicht weg, sondern in anderen wichtigen Funktionen, erinnerte Schavan. Generationenwechsel habe es immer gegeben. Die CDU werde auf ihrem Parteitag im November für die neue Führung eine "gute Mischung" finden und ein Gremium präsentieren, "das die ganze Bandbreite der Partei repräsentiert". Nach dem Hamburger Bürgerentscheid zur Schulpolitik rief Schavan die CDU auf, ihre Bildungspolitik programmatisch neu auszurichten. Man müsse mehr Vergleichbarkeit haben und die Kinder und Jugendliche stärker motivieren. Es gehe jetzt darum, Ruhe und Kontinuität ins Schulsystem zu bringen. Die CDU müsse bei den Wählern den Eindruck vermeiden, "dass es nach jeder Wahl eine neue Strukturdebatte gibt und ewig am System herumgedoktert wird."

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