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WAZ: Handy-Socke und Spitzmaussarg. Kommentar von Jens Dirksen

Essen (ots) - Die Welt ist voll von Dingen, die die Welt nicht braucht. Und meistens braucht es schon einen Umzug, um festzustellen, was man alles nicht braucht. Beziehungsweise: Um nicht zugewuchert zu werden von Dingen, die die Welt so wenig braucht, dass sie nicht einfach nur herumliegen oder -stehen, sondern schon Asyl genießen.

Soll sich jeder selbst aussuchen, wovon hier die Rede ist - was dem einen seine Krawattennadel, eine Phil-Collins-CD oder die Würfelzuckerzange, ist dem anderen womöglich die Handy-Socke, der Eierkocher oder der Laubsauger.

Der Schutzpatron all derjenigen aber, die sich täglich neu aufmachen in den Kampf um den Frieden und die Stille der Leere, ist Sisyphos. Und der sollte jetzt mal eben eine Pause einlegen, um darüber nachzudenken, was da soeben ins Ägyptische Museum der Universität Bonn zu wissenschaftlichen Untersuchungen eingeliefert wurde: der Sarg einer Spitzmaus, aus einer altägyptischen Grabkammer.

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