Westdeutsche Allgemeine Zeitung

WAZ: RVR muss endlich stärker werden. Kommentar von David Schraven

Essen (ots) - Der Regionalverband Ruhr hat vor allem ein Problem: Er hat zu wenig Geld.

Dieses Problem kann man auf zwei Arten lösen. Man kann dem Verband alles Geld streichen, oder mehr Geld geben. Beide Lösungen haben ihren Charme.

Wenn man meint, der Verband als einziger Zusammenschluss aller Städte im Revier dürfe nur Folklore-Projekte, wie den Erhalt der Industriedenkmäler, betreuen, dann muss man ihn auflösen. Diese Aufgabe kann jede andere Organisation billiger erledigen. Die jetzige Krise der Großprojekte ist nur eine Folge der mangelhaften Ausstattung des RVR.

Wenn man aber glaubt, das Revier brauche eine starke Klammer, dann muss man für eine bessere Ausstattung des Verbandes sorgen.

Eine starke Klammer heißt nämlich auch, dass die Gemeinden Aufgaben abgeben können, die besser gemeinsam erledigt werden. Wozu braucht jede Stadt ein Katasteramt?

Damit nicht genug: Die Ruhrstädte müssen endlich auch gemeinsam planen. Sie könnten etwa gemeinsam Gewerbegebiete ausweisen und dort gemeinsam Steuern einnehmen. Zum allgemeinen Nutzen.

Für diese Aufgaben kann man einen starken RVR nutzen. Damit würde er zwar teurer. Die Kommunen aber selbst würden entlastet. Ein Modell für die Zukunft.

Pressekontakt:

Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 / 804-6528
zentralredaktion@waz.de

Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren: