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WAZ: Die NRW-CDU ordnet sich - Kräfte bündeln - Leitartikel von Tobias Blasius

Essen (ots) - Die NRW-CDU hat den ersten Schritt in die Nach-Rüttgers-Zeit gemacht. Die Entscheidung von Generalsekretär Krautscheid, auf den Fraktionsvorsitz zu verzichten und sich ganz der Parteiarbeit zu verschreiben, ist mit Bedacht getroffen. Im deprimierten Landesverband wartet viel Aufbauarbeit, zudem kann Krautscheid in den Kreisverbänden und Bezirken ein Wurzelwerk für höhere Aufgaben legen. Bleibt die Neuaufstellung der Landtagsfraktion, der in der Auseinandersetzung mit der rot-grünen Minderheitsregierung ebenfalls eine zentrale Aufgabe zufällt. Hier scheint sich Noch-Ministerpräsident Rüttgers zum Ziel gesetzt zu haben, den ehrgeizigen Integrationsminister Laschet auszubremsen. Sei es aus Furcht vor schwindendem Einfluss oder aus persönlicher Verletztheit, dass da einer seit Wochen so vernehmlich mit den Hufen scharrt. Jedenfalls soll lieber Sozialminister Laumann Fraktionschef werden - ein beliebtes Original, aber kein Oppositionsallrounder. Derartige Rankünen wecken böse Erinnerungen an die Zerstrittenheit der NRW-CDU, die nicht zuletzt mit 39 Oppositionsjahren bestraft wurde. Da unversehens eine Neuwahl-Chance warten könnte, sollte die Union schleunigst ihre Kräfte bündeln.

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