Westdeutsche Allgemeine Zeitung

WAZ: Rundfunkgebühren - Weniger Bürokratie - Leitartikel von Jürgen Overkott

Essen (ots) - Eins spricht unbedingt für das neue Konzept: Die Haushaltsabgabe für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk bedeutet weniger Bürokratie. Die GEZ-Schnüffelei im Haushalt entfällt. Jenseits sozialer Befreiung muss künftig jeder Haushalt fürs Fernsehen zahlen. Die Abgabe unterstellt, dass inzwischen so gut wie alle Haushalte über Geräte verfügen, die Radio oder Fernsehen empfangen können. Tatsache ist, dass für den Empfang der Programme gar nicht mehr die klassischen Geräte nötig sind. Mobiltelefone, Rechner, ja Spielkonsolen können's auch. Die Zahl der Haushalte ohne jedes Empfangsgerät dürfte gegen null gehen. Was den Öffentlich-Rechtlichen nach der Umstellung auf die Haushaltsabgabe bleibt, steht dahin - vermutlich eher weniger, denn mehr. Dennoch verbietet sich Jammerei. Selbst in der Krise hat das gebührenfinanzierte Fernsehen garantierte Einnahmen in Milliardenhöhe. ARD, ZDF und Deutschlandfunk sollten die Neuregelung nicht als Blankoscheck missbrauchen. Schon jetzt haben sie ein Glaubwürdigkeitsproblem. Sie sollen Programm für alle machen. Tatsächlich aber zeigen die Quoten vor allem eines: Sie haben die Jugend verloren.

Pressekontakt:

Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 / 804-6528
zentralredaktion@waz.de
Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren: