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WAZ: Operation WestLB - Teil zwei - Kommentar von Ulf Meinke

Essen (ots) - Die alte WestLB ist tot, es lebe die WestLB. Bankchef Dietrich Voigtländer gibt sich alle Mühe, Ruhe auszustrahlen. Doch bei der nordrhein-westfälischen Landesbank vollzieht sich ein rasantes und bundesweit einzigartiges Rettungsmanöver: die Gründung von Deutschlands erster "Bad Bank". Es ist ein Befreiungsschlag für die angeschlagene Landesbank, die sich in den vergangenen Jahren heftig verspekuliert hatte. Der Neuanfang wurde nur dadurch möglich, dass der staatliche Bankenrettungsfonds (SoFFin) bei der WestLB einstieg und drei Milliarden Euro beisteuerte. Wohlgemerkt: Der Bund half also mit Steuergeld in NRW aus. Entsprechend aufmerksam dürfte von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) verfolgt werden, ob die Operation gelingt. Aufgabe von Bankchef Voigtländer dürfte es nun sein, die WestLB in eine Fusion mit einer anderen Landesbank zu führen. Dabei geht es nicht nur um tausende Arbeitsplätze, Standortfragen, Prestige und politische Machtverhältnisse, sondern abermals um Steuergelder. Der Umbau der WestLB ist noch längst nicht abgeschlossen.

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