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WAZ: Kann man sich schenken. Kommentar von Jens Dirksen

Essen (ots) - Schon die mitunter tödlichen Folgen für die Betroffenen verbieten es bekanntlich, Boten und ihre Botschaft gleichzusetzen oder gar miteinander zu verwechseln. Und doch hilft es der Glaubwürdigkeit einer Botschaft ja ungemein, wenn der Bote nicht als Fleisch gewordener Widerspruch daherkommt. Trotzdem wird am kommenden Freitag in Deutschland wieder der "Welttag des Buches" ausbrechen, weil die Unesco dieses Kulturgut jedes Jahr am Todestag von Cervantes und Shakespeare hochleben lassen möchte.

Vielleicht war dieser Umstand auch die Inspiration dafür, dass die deutschen Buchhandlungen an diesem Tag eine Million (!) Bücher an Kinder im ganzen Land überreichen unter dem Motto "Ich schenk dir eine Geschichte". Gleichzeitig will der Börsenverein des Deutschen Buchhandels bei Jugendlichen für den Schutz geistigen Eigentums werben und dafür, dass man Bücher im Internet nicht einfach so kopieren darf sondern dafür bezahlen muss. Sieht ganz so aus, als sei der Buchhandel dabei sich zu verschenken.

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