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WAZ: Rhein-Ruhr-Express soll kommen - Genervte Pendler - Leitartikel von Theo Schumacher

Essen (ots) - Ein "Durchbruch" in der Politik ist immer mit Vorsicht zu genießen - besonders dann, wenn er kurz vor Wahlen verkündet wird und es sich dabei um eine Erfolgsmeldung in Sachen Rhein-Ruhr-Express handelt. Denn die Geschichte des vermeintlichen Superzugs ist eines der vollmundigen Versprechen und ungedeckten Finanzierungsschecks. Ähnlich wie sein VorgängerModell Metrorapid, der nie über ein schwebendes Verfahren hinausgekommen ist, gibt es den RRX nur auf dem Papier. Wer wüsste besser als die genervten Pendler an Rhein und Ruhr, dass längst nicht alles pünktlich ankommt, was auf dem Fahrplan steht. Das gilt auch für den RRX. Deshalb waren die Teilnehmer des Düsseldorfer "Bahngipfels" gut beraten, keinen Termin zu nennen, wann das Milliarden-Projekt aufs Gleis geht. Selbst der vor zwei Jahren angegebene Zeitraum bis 2020 war ihnen nicht zu entlocken. Sie haben dazugelernt. Mit der Vereinbarung über die Planfeststellung gibt es nun immerhin zum ersten Mal so etwas wie eine belastbare vertragliche Grundlage für den RRX. Das ist zweifellos ein Fortschritt. Doch Skepsis bleibt geboten - und die Geduld der Fahrgäste in überfüllten S-Bahnen noch viele Jahre als höchste Tugend gefragt. Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-6528 zentralredaktion@waz.de Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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