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WAZ: Evonik und der Erfolg im Revier - Kommentar von Thomas Wels

    Essen (ots) - Dem Ruhrgebiet hängt der Ruf an, arg unter dem Strukturwandel zu leiden und mithin ein großes Beharrungsvermögen im Erhalt alter Strukturen zu entwickeln. Ein Vorurteil, jedenfalls beim Blick auf die großen Konzerne des Reviers. Der Duisburger Klaus Engel hat in gut einem Jahr Evonik nicht nur strategisch neu ausgerichtet, sondern auch noch Ergebnisse erzielt, von denen die Wettbewerber nur träumen können. Dass der Mann im Zusammenhang mit einem knochenharten Sparkurs die Sozialpartnerschaft als Erfolgsfaktor lobt, zeigt: Der Rheinische Kapitalismus lebt, und er hilft durch die Krise. Evonik ist nicht allein. Jürgen Großmann hat in zwei Jahren den behäbigen Riesen RWE viel weiter umgebaut, als viele das für möglich hielten. Thyssen-Krupp, schwer gebeutelt von Einbrüchen im Stahlgeschäft, hat die Krise ebenfalls genutzt, um sich eine neue Struktur zu geben. Trotz Geknirsche ist auch hier gelungen, was Evonik und RWE hinbekommen haben: keine Kündigungen. Hochtief geht solide weiter seinen Weg. Man darf im Kulturhauptstadtjahr durchaus einmal diese Unternehmenskultur an der Ruhr loben.

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