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WAZ: Opel bekommt seine Chance - Kommentar von Thomas Wels

Essen (ots) - Die Amerikaner am Steuer von General Motors, man kann es nicht anders sagen, tun wirklich vieles, um insbesondere der deutschen Politik entgegenzukommen. In Sachen Staatshilfe ist nur von Bürgschaften für private Kredite die Rede - ein Hilfsinstrument, das nicht nur in Zeiten der Krise für die Wirtschaftsministerien in Bund und Ländern zu einem Routineeingriff geworden ist. Nicht, dass hier nicht fürsorglich mit Steuergeld umzugehen wäre. Nur: Eine Bürgschaft ist etwas anderes als ein direkter Staatskredit oder eine Subvention. Nicht nur die Qualität der Staatshilfe ist eine andere als im Fall der lange von der Politik befürworteten Opel-Übernahme durch Magna; auch die Summe ist europaweit mit 1,8 Milliarden Euro deutlich niedriger als die 4,5 Milliarden, die Magna benötigte. Auch wenn die Wildwest-Manieren von GM-Managern aus dem vergangenen Jahr unvergessen sind und das Elend von Opel keinem anderen als eben der Stiefmutter aus Detroit anzulasten ist - die Opel-Rettung Teil 2 steht auf deutlich solideren Beinen als das Konstrukt aus russischer Sberbank und dem Zulieferer Magna. Bei gleichzeitig gesunkenem Risiko für die Steuerzahler. Opel wird seine Chance bekommen. In einem aber sollte sich trotz der Vertrauensoffensive von GM niemand täuschen. Der Konzern wird Werke schließen. Zuerst das in Antwerpen. Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-6528 zentralredaktion@waz.de Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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