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WAZ: Noch viele Baustellen. Kommentar von Klaus Wille

    Essen (ots) - Am Sonntag, spötteln seine Kritiker, darf Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff zeigen, dass er unverzichtbar für den DFB ist. Weil Bundestrainer Joachim Löw sich beim Spiel der Bayern gegen den HSV gleich acht Akteure anschaut, die er für das Aufgebot der Nationalelf für das Länderspiel gegen Argentinien berufen hat, übernimmt Bierhoff die Aufgabe, die 18 anderen Nationalspieler im Hotel zu begrüßen.

    Löw, und das ist natürlich viel wichtiger, wird sich im Stadion auch Thomas Müller anschauen. Das Bayern-Talent gehört wie Leverkusens Toni Kroos zum 26-köpfigen Aufgebot, und es wäre ja noch schöner, wenn Löw einen so großen Kader einbestellt und dabei auf neue Impulse verzichtet hätte.

    Denn Baustellen gibt es vier Monate vor der WM genug. Vor allem im Mittelfeld liegt vieles brach, was daran abzulesen ist, dass die Hälfte des Aufgebots diesem Mannschaftsteil angehört. Die Nominierung der hoch veranlagten Müller und Kroos kommt  jedenfalls nicht zu früh. Löw hält ja gerne an Spielern fest, die sich Verdienste erworben haben - nur deshalb gehört ein Mann wie Thomas Hitzlsperger derzeit dazu.

    Das ist ehrenhaft, aber die Frage bleibt, ob der Bundestrainer angesichts eines aufgeblähten Kaders von 26 Spielern mehr Mut hätte zeigen können. Frag nach beim Dortmunder Mats Hummels.

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