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WAZ: Konsum, den man sich leisten kann - Kommentar von Sabine Brendel

    Essen (ots) - Immer schneller immer mehr besitzen - das ist nicht nur ein Grundübel der Finanzbranche, die teils mit geliehenem Geld und windigen Spekulationsgeschäften schnell ihre Gewinne aufpolstern wollte. Kredite kamen auch bei Verbrauchern in Mode. Banken fördern dies, denn ihnen winken satte Kreditzinsen. Dieser Trend ist ebenfalls schlecht. Zu viele Bürger häufen zu hohe Schulden an, um Dinge zu kaufen, die sie sich eigentlich nicht leisten können und die sie auch nicht unbedingt brauchen. Sparen wäre die deutlich bessere Alternative. Doch Spekulationsgeschäfte können auch ihr Gutes für Verbraucher haben. Um die Bilanzen zu verbessern, verkauften Banken und Versicherer Pakete mit offenen Forderungen - also mit Kreditschulden, die Bürger bei ihnen hatten. Bis zum Ausbruch der Finanzkrise galt das als begehrtes Geschäft mit guten Gewinnchancen. Wurde eine 100-Euro-Forderung für 20 Euro verkauft, konnte sich der neue Gläubiger schon freuen, 30 Euro vom Schuldner einzutreiben. Der kam also unter Umständen besser weg. Die Geldwelt kann verlockend bizarr sein. Ein Grund mehr, solide mit seinem Geld umzugehen.

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