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WAZ: Pokern um die Bürgschaft. Kommentar von Gerd Heidecke

Essen (ots) - Gibt es einen vernünftigen Grund, General Motors staatliche Bürgschaften für eine Grundsanierung von Opel zu verweigern? Die Marke ist bislang kein Fass ohne Boden. Und: Wer nicht einmal für Opel bürgen mag - von direkten Subventionen ist noch keine Rede - kommt schnell bei anderer Gelegenheit in Erklärungsnot, bei Hilfen für krisengeschüttelte Mittelständler zum Beispiel. Daran ändern auch keine neuen Gutachten etwas, die der zunehmend Opel-skeptische FDP-Wirtschaftsminister Brüderle in Auftrag geben mag. Es ist eben eine längst gefallene politische Entscheidung, dass der Staat dem Autobauer Opel weiterhin hilft. Das unausgesprochene Machtwort dazu kommt aus dem Kanzleramt, nicht aus einem Ministerium. Es wird sicher auch nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen nicht gebrochen. Das alles weiß dummerweise auch General-Motors-Statthalter Nick Reilly. So einfach ist es jedenfalls nicht, den Amerikanern mit Drohgebärden eine zusätzliche Milliarde aus dem Ärmel zu zaubern. Kann man mit Reilly pokern? Wenn überhaupt, dann nur mit einer politischen Einheitsfront. Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-6528 zentralredaktion@waz.de Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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