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WAZ: Transparenz sieht anders aus - Kommentar von Frank Meßing

Essen (ots) - Die Einzelhandels-Ketten liefern sich eine Preissenkungsrunde nach der anderen. Unter dem Strich zahlen die Kunden aber dennoch drauf. Die Hersteller holen sich die für sie gestiegenen Kosten auf Umwegen zurück, indem sie die Portionen verkleinern. Die Verbraucher müssen sich selbst bemühen, um diese versteckten Preiserhöhungen zu entdecken. Und der Handel schaut zu. Transparenz sieht anders aus. Dabei ist das Vertrauensverhältnis zwischen Industrie und Konsumenten ohnehin gestört. Schadstoffe in Spielzeug, Lebensmittelskandale und Rückrufaktionen sind der Beweis dafür, dass das Diktat des Preises in die Sackgasse führt. Wenn Kakao und Transport teurer werden, kann die Industrie den Verbrauchern offen klar machen, dass der Schokoriegel teurer wird. Sie muss die Leute nicht mit einem um ein paar Gramm erleichterten Produkt hinters Licht führen. Das schadet dem Konsum-Klima eher. Ein effektives Gesetz gegen Mogelpackungen fehlt. Deshalb können sich Kunden nur selbst schützen, indem sie mit noch wacheren Augen einkaufen und Artikel einfach liegen lassen, die versteckt teurer wurden. Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-6528 zentralredaktion@waz.de Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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