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WAZ: Wie viel ist zu viel? - Kommentar von Gerd Heidecke

Essen (ots) - Kann die Diskussion um die angemessene Höhe von Managergehältern auch anhand des Verhältnisses von Vorstandsbezügen zum durchschnittlichen Einkommen der Belegschaft geführt werden? Auch wenn die einfache Rechnung vieles unterschlägt, lautet die Antwort: Sicher ja, denn manches Missverhältnis enttarnt sich durch das Zahlenwerk von ganz alleine. Vor 20 Jahren verdiente ein Vorstand das 14-fache der Mitarbeiter im Unternehmen, 2008 war es laut der aktuellen Studie das 49-fache. Da spiegelt sich sozialer Wandel. Dabei war das Jahr noch von Rückgängen bei der Managerentlohnung geprägt. Schon einige Jahre zuvor verdienten die Unternehmenslenker bei der Allianz zehnmal so viel wie ihre Vorgänger 1989. Von solchen traumhaften Zuwachsraten können Arbeiter und Angestellte im wiedervereinigten Deutschland nicht einmal träumen. Gesteigert hat sich bei ihnen nur die Angst um den Arbeitsplatz. Gute Manager dürfen, sollen und müssen vielleicht sogar viel verdienen, und erfolgsabhängige Prämien sind kein Teufelswerk. Aber es gibt ein Viel, das zu viel ist. Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-6528 zentralredaktion@waz.de Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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