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WAZ: Der Gipfel in Davos - Neue Offenheit. Kommentar von Hannes Koch

Essen (ots) - Das Weltwirtschaftsforum in Davos hat eine hoffnungsvolle Botschaft gesendet. Die alten Gräben existieren nicht mehr. Während in den vergangenen Jahrzehnten viele Konzernvorstände und Unternehmer reflexhaft gegen jeglichen Regulierungsversuch der Politik polemisierten, hat sich mittlerweile eine Mehrheit der Wirtschaftselite mit den staatlichen Eingriffen arrangiert. Diesen Wandel hat die Finanzkrise erzwungen. Zu offensichtlich ist es, dass das gesamte Finanzsystem zusammengebrochen wäre, wenn die Regierungen sich nicht mit Hunderten Milliarden und neuen Regeln für die Märkte engagiert hätten. Der informelle Weltgipfel der Wirtschaftselite in den Schweizer Bergen, der am Sonntag endet, kann als Signal einer neuen Offenheit gelten. Viele Manager fragen sich inzwischen selbst, wie sie ihre Geschäftspolitik ändern und beispielsweise die Arbeitsverhältnisse der Beschäftigten sozialverträglicher gestalten können. Auch beginnen manche Vorstände, Vorschläge zu entwickeln, wie ein vernünftiger Rahmen für die Wirtschaft aussehen könnte. Das ist eine positive Entwicklung - damit besteht die Chance, dass eine vernünftige Mischung aus privaten und staatlichen Interessen entsteht. Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-6528 zentralredaktion@waz.de Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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