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WAZ: Goldene Brücken. Kommentar von Jens Dirksen

    Essen (ots) - Der Vertrag der Bundesregierung mit dem Stadtschloss-Architekten Franco Stella ist ungültig. Macht nichts, sagt das Düsseldorfer Oberlandesgericht, man kann ja einen neuen schließen. Ob Stellas Büro groß genug war, um am Architektenwettbewerb teilzunehmen, bleibt fraglich; die Bescheinigung dafür durfte er sich selbst ausstellen und die Bundesregierung hat das nicht überprüft. Macht nichts, sagt das Gericht, das musste sie auch nicht. Die Wurschtigkeit, mit der man in Berlin an den Stadtschloss-Bau gegangen ist, liegt offen zutage. Umso dankbarer muss der Steuerzahler dem Gericht für die goldenen Brücken sein, die es der Regierung da geschlagen hat. Jede Verzögerung hätte die Kosten über jene halbe Milliarde Euro hinausgetrieben, die das Schloss kosten soll. Mal sehen, ob deutsche Gerichte demnächst auch dem kleinen Häuslebauer solche Brücken bauen...

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