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WAZ: Eine völlig neue Sicht. Kommentar von Sven Frohwein

    Essen (ots) - Was erlauben Friedrich Schneider? Der profilierte österreichische Ökonom und Experte für Schwarzarbeit behauptet doch tatsächlich, die Schattenwirtschaft habe Deutschland geholfen, die Talsohle der Wirtschaftskrise schneller zu durchschreiten. Schneiders These: Das illegal verdiente Geld sei sofort wieder in den Konsum geflossen und habe den Abschwung gedämpft. Eine völlig neue Sicht auf die Dinge, gilt illegale Beschäftigung doch gemeinhin als wesentliches Übel, das die Wirtschaftsleistung gerade im Handwerk erheblich schwächt. Schneider kommt allerdings zu einer weiteren Erkenntnis: Dass die Schwarzarbeit überhaupt zulegen konnte - um gut 15 Prozent. Diesem Umstand sollte Berlin weit mehr Bedeutung beimessen als positiven Nebeneffekten illegaler Arbeit. Fakt ist zwar: Schwarzarbeit hat es immer gegeben und wird es wohl auch immer geben. Politik kann die Rahmenbedingungen aber so verändern, dass sie massiv an Attraktivität einbüßt. Und das geht vor allem über eine Senkung der Lohnnebenkosten - und eine bessere steuerliche Absetzbarkeit von Handwerksleistungen.

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