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WAZ: Alois Glück neuer ZdK-Präsident - Kein neuer Aufbruch. Kommentar von Angelika Wölk

    Essen (ots) - Nun soll also Alois Glück das Zentralkomitee der deutschen Katholiken aus seiner schweren Krise führen. Der CSU-Politiker muss zunächst die tiefe Kluft zwischen dem ZdK und einigen Bischöfen überwinden. Hintergrund ist die Schwangeren-Konfliktberatung Donum Vitae (Geschenk des Lebens). Dort erhalten Schwangere in Not Hilfe, aber auch den in der Kirche umstrittenen Schein für eine legale Abtreibung. Ein Teil der Bischöfe - und mit ihnen Rom - hat den katholischen Laien die Gründung dieses Hilfs-Vereins nicht verziehen. Zudem ist ihnen die oft kritische Debatte auf den Katholikentagen, die das ZdK organisiert, ein Dorn im Auge. Gedacht als Denkzettel, ließen die Oberhirten im Mai die Wahl von Heinz-Wilhelm Brockmann zum ZdK-Präsidenten scheitern. Das war weder klug noch ein Zeichen von Toleranz. Denn niemandem kann daran gelegen sein, die Pluralität in der Kirche zu verengen. Ob Alois Glück allerdings der Mann ist, der das ZdK in eine neue Zeit führen kann, steht dahin. Sicherlich, er steht für ein starkes integratives Element. Doch ein Zeichen für Aufbruch und einen Generationenwechsel zu setzen, hat das ZdK leider verpasst.

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