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WAZ: Wärmflaschen und Helden. Kommentar von Jens Dirksen

Essen (ots) - Gerade wenn die Tage kürzer werden, schleicht es sich wieder an, dieses Gefühl, das Licht um einen herum könnte doch ein bisschen heller sein. Gut, manche Menschen gehen dann in Castingshows oder aufs Solarium. Aber bei denen, die da wieder herauskommen, hat man nicht den Eindruck, dass diese Art von Kurzzeitbestrahlung eine anhaltende Aufhellung des Gemüts zur Folge hätte. Also doch eine Wärmflasche? Nein, das Strahlen muss wohl doch von innen kommen. Erinnern sie sich noch an Chesley "Sully" Sullenberger, diesen Helden aus dem Flugzeug-Cockpit, der es fertigbrachte, mit einem Passagierflugzeug auf dem Hudson-River in New York notzulanden? Der hat gestrahlt, damals, im Januar, und wie! Ausgerechnet Mr. Sullenberger aber hat jetzt eine verblüffende Botschaft für uns: "Man muss kein Held sein". Man muss aber offenbar Bücher darüber schreiben, denn unter diesem Titel erscheint im November "Sullys" Rückblick auf sein Leben. Der Mann weiß eben auch, dass man gern die Leselampe anknipst und sich ein bisschen von innen wärmt, wenn die Tage kürzer werden. Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-6528 zentralredaktion@waz.de Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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