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WAZ: Den Start verpatzt. Kommentar von Dirk Hautkapp

    Essen (ots) - Wer sich gefragt hat, was die neue Regierung kann, weiß es jetzt: Kommunikationspatzer. Mit der verschleiernden Darstellung, wie Steuerwohltaten und Ausgleichszahlungen für die Sozialkassen in der Haushaltskasse verbucht werden sollen, hat Schwarz-Gelb den Start versemmelt.

      Mag der Schattenhaushaltsplan beerdigt sein, der Image-Schaden
bleibt. Und er passt ins Bild. Union und FDP finden keine
sinnstiftende Melodie, unter der sich mutig regieren ließe. Das
Geschacher um Arbeitsgruppen-Ergebnisse und deren Überführung in die
Machbarkeit des politischen Alltags war von Anfang an uninspiriert.
Zu viel kleines Karo.

      Die ans Regieren gewöhnte und an Machterhalt interessierte Union
verhält sich wie ein Akkordarbeiter, der nach der Mittagspause wieder
ans Fließband tritt - und weiter Stoßstangen installieren möchte,
damit Deutschland nicht noch mehr Beulen abbekommt. Und die Liberalen
träumen von einem windschnittigen Flitzer, um der Krise davonrasen zu
können. Passt nicht zusammen. Am Wochenende ist das Schauspiel
vorüber. Dann wird regiert. Irgendwie. Wenigstens das.

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