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WAZ: Mehr Mut zum Anelegerschutz - Kommentar von Frank Meßing

    Essen (ots) - Zu Beginn der Krise vor mehr als einem Jahr bezeichnete Bundespräsident Horst Köhler die Finanzmärkte als "Monster". Seither ist politisch viel in Bewegung geraten. Aber an der Umsetzung der diskutierten Kontrollen hapert es noch. Die neue schwarz-gelbe Regierung will der Forderung der Verbraucherzentralen nachkommen und Anleger vor unseriösen Geschäften schützen. Ein Hebel dafür ist eine effizientere Finanzaufsicht - konzentriert bei der Bundesbank. Bei der Neuordnung muss der Anlegerschutz ausdrücklich als Ziel der Aufsicht definiert werden, die riskante Geschäftsmodelle auch untersagen darf. Wie weit Schwarz-Gelb am Ende auf die Forderungen eingeht, ist noch völlig offen. Mit ihrer Idee vom Finanzprodukte-TÜV wird sich die FDP wohl nicht durchsetzen. Und von der rechtlichen Anerkennung des bislang ungeschützten Berufs des Honorarberaters ist auch nicht mehr die Rede. Die Koalitionäre können jetzt Mut beweisen. Wenn sie sich dann auch noch für internationale Regelungen stark machten, würden sie wirklich etwas für den Verbraucherschutz tun.

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