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WAZ: Energiepolitik mit Augenmaß - Kommentar von Ulf Meinke

Essen (ots) - In Unternehmerkreisen ist bereits spöttisch von der "3-D-Gesellschaft" die Rede - einer Gesellschaft der Dichter, Denker und Dienstleister. Dabei schwingt der Vorwurf mit, es werde zu wenig getan für die heimische Industrie. Man sehnt sich nach mehr Akzeptanz. Richtig ist: Gerade die Finanzkrise hat eindrücklich unter Beweis gestellt, welche fatalen Folgen es hat, den industriellen Kern eines Landes zu wenig zu pflegen. Eine Volkswirtschaft gerät in die Schieflage, wenn sie - wie etwa Großbritannien - zu einseitig auf eine Branche wie den Finanzmarkt setzt. Ohne eine starke Industrie bleibt Vollbeschäftigung vollends illusionär. Insofern ist es nachvollziehbar, wenn Industriebetriebe, die einen hohen Energieverbrauch haben, bezahlbare Preise einfordern und Hilfe der Politik verlangen. Staatliche Anreize zum Klimaschutz sind eindeutig der richtige Weg, nur dürfen sie nicht über das Ziel hinausschießen. Das Weltklima wird nicht dadurch besser geschützt, wenn eine Aluhütte in NRW geschlossen und stattdessen eine weniger umweltfreundliche Anlage in China in Betrieb genommen wird. Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-6528 zentralredaktion@waz.de Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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